Verfasst von: jesusandyou | Juni 10, 2010

Das Gleichnis vom anvertrauten Geld –alles nicht so einfach wie auf dem ersten Blick

Das Gleichnis vom anvertrauten Geld –alles nicht so einfach wie auf dem ersten Blick
(Mat 25,14-30)

Hallo Leute,
heute habe ich das Gleichnis vom anvertrauten Geld (Mat 25,14-30) durchgelesen und da sind mir einige Gedanken durch den Kopf gekommen.

Oberflächlich ist das Gleichnis sehr leicht zu verstehen. Doch wenn ich die einzelnen Schichten des Textes offen lege, sieht das nicht mehr so einfach aus.

Erinnern wir uns noch einmal an die Geschichte:

Ein Mann ging auf Reisen und vertraute seinen drei Dienern Geld, sein Vermögen an. Wenn ich das richtig verstanden habe, muss das wohl Gott sein.

Der erste Diener erhielt 5 Talente Silbergeld, der Zweite zwei und der Dritte ein Talent.

Soweit so gut. Das Entscheidungskriterium für diese ungleiche Geldverteilung wird mit der Formulierung „jedem nach seinen Fähigkeiten“ ausgedrückt.
Das scheint gerecht zu sein und es gibt keine Bevorzugung. Jedenfalls scheint auf dem ersten Blick zu sein. Stimmt das aber wirklich? Und was hat der Text zu bedeuten?

Als erstes schauen wir uns den Ersten an. Er hat 5 Talente erhalten. Erster bedeutet in den alten Kulturen, dass man einen Vorrecht erhält. Wer Erstgeborener ist ,bekommt nicht selten das größte Vertrauen und auch den größten Erbteil. Und als Königssohn auch gleich den Thron.
Als ob das nicht genug wäre bekommt der Besagte auch noch 5 Talente, eine sehr hohe Summe in der damaligen Zeit und von allen Dreien die Höchste.

Zugleich hat es mit der 5 ein Bewandtnis. Sie steht nicht so einfach da, sondern der Verfasser des Matthäus Evangeliums hat hier eine Intention aufgezeigt.

Sowohl in der griechischen Kultur als auch in der jüdischen Kultur bedeutet die Zahl 5 nämlich Hochzeit oder Bündnis oder Bund. Der größte Bund im Leben jeder Person ist der Bund der Ehe bzw. für eine Nonne die Hochzeit mit Jesus und nennen sich die Bräute Jesu. Auch eine Priesterweihe steht unter diesem Zeichen.

Hintergrundwissen: Die 5 bedeutet in Wirklichkeit Hochzeit! Deswegen 5 Bücher Mose und 5 Gebote je auf zwei Tafel. (Nicht umsonst heißt das Alte Testament auch der Alter Bund. )

Deswegen die Anwesenheit von 5 Jüngern bei der Hochzeit von Kana, deswegen die 5 törichten und 5 klugen Jungfrauen, deswegen Jesus Worte über Ehebruch in Matthäus Kapitel 5, deswegen Speisung der 5000 usw. und so fort. ( Es wird wohl seinen Grund haben weshalb das Neu-Testament als der Neue Bund bezeichnet wird).

Ich kann einige Hundert Beispiele aufführen, die ich aber dieser Stelle nicht tun werde, weil ich zu sehr ausholen muss.
Das bedeutet, dass der Erste mit den anvertrauten 5 Talente eine geistige (mystische) Hochzeit mit Jesus eingeht. Jesus oder Gott ist mit ihm. Das ist eine eindeutige Bevorzugung!

Der Zweite erhält zwei Talente. Nach pythagoräischer Vorstellung (Sekte von Pythagoras im Altertum) bedeutet die zwei „Meinung“, denn für eine Diskussion braucht man immer zwei Personen und somit zwei Meinungen. Eine Person alleine hieße ja ansonsten Monolog und als einziger Redner, kann er sich ja immer selber zustimmen.

Diese Art Zahlen Bedeutungen zu geben ging dann auch an die griechische Kultur über und da das Neu-Testament auf Griechisch geschrieben wurde, bedeutet diese zwei schlicht „Meinung“.
Das heißt der Zweite bekommt die Lehre Gottes erteilt oder er ist der Meinung von Jesus. Deswegen bekommt er auch seinen Lohn von zwei zusätzlichen Talenten. Auch hier gibt es eine Bevorzugung.

Der Dritte erhält ein Talent. Und somit das 8. Talent ( 5+2+1).  8 bedeutet übrigens Jesus.  Denn der Zahlenwert von Jesus ist 888.

Das bedeutet eder von diesen Dreien erhält Bruchstücke des Besitzes von Jesus. Sie werden anteilig an Gott.

Deswegen kann hier nicht vom gerechten Verteilungskriterium „jedem nach seinen Fähigkeiten“ die Rede sein! Denn bereits bei der Verteilung wusste der vermögende Mann (also Gott) mit wem er es zu tun hat und wie es enden wird.

Was bedeutet das alles? Man muss den Text wie eine Beschreibung über einen Initationsritus verstehen. Wie kann man das erklären? Initation in diesem Falle ist ein Maß für den Glauben an Gott.

Derjenige, der die 5 Talente erhält, hat die Meisterschaft errungen. Das heißt er hat die höchste Stufe des Glauben an Jesus erhalten. Nichts kann seinen Glauben wanken. Er hat Gott so gut verstanden, dass er mit Gott ein Bündnis eingeht.

( Übrigens Jesus ist der NEUE BUND – das darf man nicht vergessen!!!)

Der Erste Diener ist in Wirklichkeit ein Meister des Glauben ( in etwa Schwarzgürtelträger im Kampfsport) und hat Gott so verstanden, dass er einen Bund (beziehungweise Hochzeit). 
mit Gott eingeht.
Die nächste aber nachrangigere Stufe ist der Diener mit den zwei Talenten. Er hat die Meinung Jesu akzeptiert oder angenommen.
Die unterste Stufe ( sowas wie ein weißer Gürtel beim Kampfsport/ Kindergarten) des Glaubens ist der fast absolut Ahnungslose. Er kennt einigermaßen die Lehren Gottes, weißt aber nichts anzufangen. Er kann seinen Glauben nicht verstärken, meint aber Gott zu verstehen. Man siehe, dass die anderen Zwei ihre Meinung über Gott nicht kundtun, sondern handeln.

Somit verstehen wir was es mit dem Wort „Fähigkeit“ auf sich hat. Heutzutage loben wir einen Begnadeten ja auch, dass er äußerst viel Talent besitze.

Der mit den meisten Fähigkeiten hat es geschafft ein weiteres Bündnis mit Gott einzugehen (d.h. er hat missioniert und einen weiteren Meister des Glaubens zu Gott gebracht). Der Zweite hat ebenfalls einen bekehrt, zwar nicht einen Meister ausgebildet, aber immerhin einen, der auf Gottes Worte hört. Wohingegen der Letzte total versagt und nicht einmal das eine Talent verdoppeln ( 2= Meinung) kann.

Das heißt er hat sich nicht entwickelt und bleibt an der untersten Initiationsstufe stecken. Deswegen folgt ja auch die Bestrafung, denn er hat seine Chance vertan.

Der Erfolgreichste bekommt zu den 10 Talenten noch das einzige Talent von dem Verlierer.

Warum Initation? Initation bedeutet einweihen und damit verbunden ist eine Prüfung. Die Prüfung, ja jede geistige Prüfung, besteht darin, dass der Geprüfte seine Angst zu überwindet. Erst wenn der Geprüfte diese Hürde überwunden hat, kommt er zu neuen Aufgaben und Würden („ich will dir eine große Aufgabe übertragen.) , weil er die nötige Reife bewiesen hat.

Ich hoffe für uns alle, dass wir unsere Ängste überwinden können.

Gott sei uns alle selig!

_________________

Das Gleichnis vom anvertrauten Geld

14 Es ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. 15 Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab.

 Sofort 16 begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu. 17 Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu. 18 Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn.

19 Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen. 20 Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen. 21 Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!

22 Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen. 23 Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!

24 Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; 25 weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder. 26 Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. 27 Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten. 28 Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! 29 Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. 30 Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen. 

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