Verfasst von: jesusandyou | Juni 11, 2010

Die Hochzeit von Kana -Teil 2 Die Hochzeitsgesellschaft und die Gäste

Die Hochzeit von Kana -Teil 2 Die Hochzeitsgesellschaft und die Gäste

1.Wo ist die Hochzeitsgesellschaft?

Zu einer Hochzeit gehört bekanntlich eine Hochzeitsgesellschaft und die engsten Angehörigen der Heiratenden. Auch wenn die Hochzeit von Jesus keine sexuelle ist, sondern eine mystische geistige, ist Jesus nicht allein. Untersuchen wir folglich diese Hochzeitsgesellschaft.
Doch wer sind seine Begleiter?


Aus Johannes Evangelium Kapitel 1 erfahren wir das:

Die ersten Jünger
„35 Am Tag darauf stand Johannes wieder dort und zwei seiner Jünger standen bei ihm. 36 Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! 37 Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. 38 Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi – das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du? 39 Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. 40 Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. 41 Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte (Christus). 42 Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen. Kephas bedeutet: Fels (Petrus). 43 Am Tag darauf wollte Jesus nach Galiläa aufbrechen; da traf er Philippus. Und Jesus sagte zu ihm: Folge mir nach! 44 Philippus war aus Betsaida, dem Heimatort des Andreas und Petrus. 45 Philippus traf Natanaël und sagte zu ihm: Wir haben den gefunden, über den Mose im Gesetz und auch die Propheten geschrieben haben: Jesus aus Nazaret, den Sohn Josefs. 46 Da sagte Natanaël zu ihm: Aus Nazaret? Kann von dort etwas Gutes kommen? Philippus antwortete: Komm und sieh! 47 Jesus sah Natanaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit. 48 Natanaël fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. 49 Natanaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel! 50 Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Größeres sehen. 51 Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.“

Die oben zitierte Textstelle ist der Auftakt zu der Hochzeit von Kana, denn sofort folgt die Hochzeit von Kana im Johannes-Evangelium.

Zuerst einmal haben wir zwei Jünger von Johannes dem Täufer, diese verlassen ihren Meister und folgen Jesus. Einer von ihnen ist Andreas, der andere ist anonym ist möglicherweise der Lieblingsjünger und somit der Verfasser des Johannes Evangeliums. Mehr zu der Identität dieser geheimnisvollen Person habe ich in einem anderen Thread mehr als ausführlich geschrieben. Daraufhin haben wir den Bruder von Andreas, nämlich Simon Petrus, als vierte Person haben wir Phillipus und zum Schluss haben wir als 5. Person Natanaël aus Kana. Somit sind es 5 Personen / Jünger.

Wie ich in einem anderen Thread ausgiebig beschrieben habe, besteht eine Hochzeitsgesellschaft sehr oft aus 5 Personen. Denn die 5 bedeutet Hochzeit. Das ist nicht nur bei den Juden, bei den Griechen, Römern so, sondern auch bei den Vietnamesen, aber auch bei Chinesen und viele Völker. Eine psychologische Erklärung weshalb gerade wird auch als Thread folgen.

Also haben wir 5 Jünger als Bräutigamhelfer. Die Familie von Jesus ist auch zu Gange. Wir finden das erste Auftreten von Maria (Joh 2,3) und seine Brüder ( Joh 2,12), die vielleicht Cousins sind. Was uns aber wirklich wundert ist die Abwesenheit von Josef, scheinbar kümmert sich der Evangelist nicht großartig um dieses Detail.

Die Hochzeit erfolgt also in Kana. Jesus war mit seinen Jüngern eingeladen, aber ob Maria, die Mutter Jesu auch eingeladen oder nicht erwähnt der Evangelist nicht. „1 Am dritten Tag fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt und die Mutter Jesu war dabei.“ ( Joh 2,1) genügt dem Evangelisten. Wir wissen also nicht genau die Rolle, die Maria in dieser Hochzeit einnimmt.

2. Das Handeln Jesu

Noch seltsamer ist aber die Antwort von Jesus auf den Kommentar von seiner Mutter, dass kein Wein mehr vorhanden ist. „Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Über den einen Satz streiten und diskutieren die Theologen heftigst, aber das sollte uns hier nicht interessieren, denn viel bedeutender ist doch dass der Kommentar von Maria, als eine Aufforderung zu verstehen ist. Jesus soll handeln!
Noch seltsamer ist aber die Rolle von Maria, denn woher nimmt sie die Befugnis den Dienern bei der Hochzeit Befehle zu erteilen? Sie sagt: „Was er euch sagt, das tut!“ ( Joh 2,5) Schon durch diesen einen Satz können wir erahnen, dass Maria nicht einfach ein normaler Gast sein kann! Sie muss wohl zu den Veranstaltern gehören. Und obwohl Jesus zu seiner Mutter meinte, seine Zeit sei noch nicht gekommen, geht er ihrer Aufforderung nach und sorgt für Wein. „Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand.“ ( Joh 2,7).

3. Wasser, Wein und Öl

Wir wissen heute aus dem Religionsunterricht, dass das Element von Gottvater das Wasser ist. Von Genesis erfahren wir dass Gottes Geist über das Wasser schwebte, von der Sintflut, von der Teilung des roten Meeres aus Exodus, die Taufe, usw.
Jesus ist aber der Wein. Auch das wissen wir zur Genüge aus der Messe. „Dies ist mein Blut“…Übrigens der heilige Geist hat das Öl.

Folglich muss die Verwandlung des Wasser zu Wein eine sakrale Bedeutung haben: Jesus ist der Erneuerer. Und durch Jesu Vermittlung finden wir besser zum Glauben und Verständnis von Gottvater. Das Wasser steht für Gottvater und die Krüge für die Welt. Das bedeutet, dass durch die Umwandlung die Welt nochmals geheiligt wird. Denn Jesus ( der Wein) ist somit in der Welt.

4. Zahlen bestätigen den Wortlaut

Durch die Anzahl der Krüge nämlich 6 wissen wir mit 100%, dass die Krüge für die Welt steht, denn aus Genesis wissen wir dass Gott die Welt in 6 Tagen erschaffen hat und erst am 7. Tage ruht er sich aus. Die 6 steht in der Bibel für Materialismus und das Weltliche. Die 100 Liter, die aber wortwörtlich vom Evangelisten „sie fassten je zwei bis drei Metreten“ geschrieben wurden und auch seine Intention sind ergeben ebenfalls 5. Um zu verdeutlichen, dass es wieder Hochzeit ist. Metre ist eine Maßeinheit im Altertum und und wie ich im Thread „Wo zwei oder drei in …“ bewiesen habe, hat „zwei oder drei“ zwei Bedeutungen, nämlich „zwei oder drei“ und „zwei plus drei“. Aber das ist auch nicht nur bei den Griechen und den Juden so, sondern auch bei den Vietnamesen. Ein Unterthread bei „Jesus versteht die Vietnamesen“ folgt. Bei den Vietnamesen heißt es dann „vài ba“.

Man muss wissen dass im Altestament das 4-1 Verhältnis sehr oft vorkommt, während das Neu-Testament eher das 2-3 Verhältnis betont. 4-1 bedeutet Gott ist mit der Welt, denn 4 steht für vier Himmelsrichtungen, aber sie ist nicht so negativ wie die 6.

2-3 bedeutet mit Gott der Meinung sein. Denn zwei bedeutet angeblich nach pythagoräischer Art Meinung. Und die 3 ist göttlich wie wir ja auch in dem Auftreten von Personen bei Abraham sehen können.

Egal ob nun 2-3 oder 4-1, beides ergibt eine 5, also eine Hochzeit.
Durch das Maß von zwei oder drei, was eine Absicht des Evangelisten ist und nicht weil der Evangelist nicht weißt wieviele Metren die Krüge füllen können, wissen wir nun, dass die Welt eine Hochzeit erfährt und zwar durch niemand anders als Jesus.

5. Identität-Fragen im Johannes-Evangelium, Rätsel über Rätsel

Ein weiteres Rätsel bietet der Evangelist mit der Person des für das Fest Verantwortlichen. Wir wissen seine Identität nicht, aber er scheint eine wichtige Rolle einzunehmen. Warum verschweigt der Evangelist die Identität dieser machtvollen Person? Ganz einfach, weil dass sein Stil ist. Der verhüllt die Identität des Lieblingsjüngers, den nacken Mann bei Jesu Gefangenahme, und nun auch die Identität des Verantwortlichen. Das Johannes-Evangelium ist wirklich nicht einfach zu verstehen, was schon bei der Eröffnung des Textes anfängt mit dem Logos Jesus als das Wort. Sogar diese ganzen Geheimindentitäten veranlassen den Lesern zu rätseln und die grauen Zellen zu benutzen. Kein Wunder dass Jesu Rolle bei dieser Hochzeit auch nicht eindeutig beschrieben wird. Aber wie wir im ersten Teil des Threads sehen können verrät der Evangelist in Joh 3 ja wer der Bräutigam ist. Der Stil von Johannes ist das Rätsel aber auch die Auflösung, man muss nur aufmerksam lesen und die Muße besitzen die Hinweise hinterherzulaufen. Es ist quasi wie ein Krimi.

6. Der Schluss ist der Anfang

„Sie brachten es ihm. 9 Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da ließ er den Bräutigam rufen 10 und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zu viel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten.“ kann bedeuten, dass Jesus der Bräutigam ist oder nicht. Es ist unglaublich doppeldeutig geschrieben, aber das ist typisch für den Evangelisten Johannes. Wie schon gesagt, man muss nur aufmerksam lesen.

Aber woher wissen wir das die Braut die Welt ist? Ist doch wohl klar durch die Krüge wie oben schon beschrieben! Deswegen unterlässt der Evangelist es die Braut oder die Eltern der Brautleute zu erwähnen…es ist doch schon alles so deutlich.
„Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten.“ wird noch in einem anderen Thread ausführlich behandelt, denn die Bibel hat eine Tendenz das Letzte zu bevorzugen…

Der Beinahe-Schluss dieser Geschichte ist: „So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit und seine Jünger glaubten an ihn.“

Der Leser, der diese Interpretation gelesen hat, wird wohl jetzt verstehen, dass das Wunder von Kana, das erste Wunder ( hier „Zeichen“) kein normales Wunder ist. Sie ist sowohl historisch, beschreibt aber auch gleich den Weg, den Jesus beschreitet, nämlich die Hochzeit mit dem Menschen. Und das ist wirklich ein Wunder, der sogar die Wandlung von Wasser in Wein. Denn jetzt haben wir von den Tag an die Gelegenheit uns mit Gott zu verheiraten, oder sagen wir anders uns mit Gott zu verschmelzen.

Weitere Erläuterungen und Beweise erfolgen im 3. Teil vom Thread „Die Hochzeit von Kana“.

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