Verfasst von: jesusandyou | Juni 16, 2010

Atlantis – was ist oder war Atlantis? Teil I

Atlantis!

Dieses Wort weckt Träume und Utopien.

Atlantis – dieses Wort belebt unsere Phantasie. Doch was hat das mit Jesus zu tun? -Viel mehr als man denkt!

Um es klar zu stellen: Bei Atlantis geht es nicht um einen versunkenen Kontinent, es geht nicht um einen perfekten Staat, es handelt nicht von einer Mythologe und es geht nicht um Kosmologie. Das alles sind äußerliche Inhalte. Nur damit wir uns nicht missverstehen:

Atlantis behandelt das unglaublich schwierige Thema Mystik.

Aber keine Sorge, ich werde Euch dabei begleiten.

Um die Hochzeit zwischen Gott und den Menschen aus der Sicht der Philosophen zu verstehen, werden wir uns den Originaltext dazu ansehen. Der ist unglaublich lang, aber glaubt mir, es lohnt sich!  

Daher wollen wir uns den Originaltext über Atlantis anschauen, um überhaupt mitreden zu können:

Dialog TIMAIOS von Platon
Personen des Dialogs:
SOKRATES, TIMAIOS, HERMOKRATES, KRITIAS

SOKRATES: Einer, zwei, drei – wo bleibt denn aber unser vierter Mann, lieber Timaios, von denen, die gestern
unsere Gäste waren und nun heute unsere Gastgeber
sind?

TIMAIOS: Er muß plötzlich krank geworden sein, Sokrates; denn von selbst würde er gewiß nicht auf unsere
Unterhaltung hier verzichten.

SOKRATES: Dann ist es nun wohl die Aufgabe von dir
und von euch allen, auch den Platz des Abwesenden
auszufüllen ?

TIMAIOS: Ja, gewiß, und soweit wir das vermögen,
wollen wir es an nichts fehlen lassen. Nachdem wir ge-
stern von dir mit allem bewirtet worden sind, was zur
Gastfreundschaft gehört, wäre es ja auch nicht billig,
wenn wir anderen nicht bereitwillig Gegenrecht halten
wollten.

SOKRATES: Ihr erinnert euch doch noch an all die Fra-
gen, die ich euch zur Erörterung vorgelegt habe?

TIMAIOS: An einiges erinnern wir uns noch; wenn wir
aber etwas vergessen haben, so bist du ja da, um es uns
wieder ins Gedächtnis zu rufen. Doch falls es dir nicht
zuwider ist, so beginne lieber noch einmal von Anfang an
und wiederhole es uns in aller Kürze, damit es besser in
uns haftet.

SOKRATES: Ja, das soll geschehen. Die Hauptsache von
dem, was ich euch gestern gesagt habe, betraf doch die
Frage, wie nach meiner Meinung der beste Staat beschaffen und aus was für Männern er bestehen müsse.

TIMAIOS : Ja, und was du darüber erklärt hast, Sokrates,
war ganz nach unserem Sinn.

SOKRATES: Wir machten doch bei ihm zuerst die Trennung zwischen dem Stand der Bauern sowie allen anderen Berufsarten und dem jener Männer, die für die übrigen in den Krieg ziehen sollen.

 

TIMAIOS : Ja.

SOKRATES: Und gemäß der natürlichen Veranlagung gaben wir einem jeden einzig nur die ihm entsprechende Beschäftigung, also einem jeden bloß einen Beruf, und wir erklärten, daß diejenigen, die dazu bestimmt seien, für alle anderen zu kämpfen, ausschließlich Wächter der Stadt sein sollten für den Fall, daß jemand von außen oder jemand von innen her in böser Absicht gegen sie vorgehe. Da sollten sie sich denen, über die sie regierten und die von Natur ihre Freunde seien, als milde Richter erweisen, dagegen unerbittlich den Feinden gegenüber, mit welchen sie in der Schlacht zusammenstießen.

TIMAIOS: Ja, allerdings.

SOKRATES: Wir sagten nämlich, glaube ich, die Seele der
Wächter müßte ihrer Natur nach in vorzüglichem Maße
zugleich mutig und weisheitsliebend (philosophisch) sein,
damit sie den beiden gegenüber aufrichtige Weise je
nachdem milde oder unerbittlich sein könnten.

TIMAIOS: Ja.

SOKRATES: Und was ihre Erziehung betrifft, so sagten
wir doch, daß sie sowohl in der Gymnastik als auch in der
Musenkunst und in allen Lehrfächern, die ihnen angemessen
sind, ausgebildet werden müßten.

TIMAIOS: Ja, gewiß.

SOKRATES: Und wenn sie dermaßen ausgebildet seien –
so hieß es – dürften sie weder Gold noch Silber noch
sonst irgendwelchen Besitz als ihr Eigentum betrachten,
sondern sollten als Helfer von denen, die sie beschützen,
für ihre Bewachung einen Sold bekommen, so groß, wie
er für vernünftige Leute angemessen ist; den sollten sie
dann zusammen verzehren und in gemeinsamem Haushalt
miteinander leben und bei allem ihr Bemühen einzig
auf die menschliche Tüchtigkeit richten und sich durch
keine anderen Beschäftigungen stören lassen.

TIMAIOS : Ja, auch das wurde so gesagt.

SOKRATES: Und in bezug auf die Frauen erwähnten wir
doch, man müsse ihre Natur den Männern angleichen und

ihnen allen gemeinsam mit diesen die gleichen Beschäftigungen zuweisen, im Krieg ebenso wie im übrigen Leben.

TIMAIOS : Ja, so wurde auch das gesagt.

SOKRATES: Und wie war es denn mit der Erzeugung der Kinder ? Das ist doch leicht zu behalten, weil diese Anordnungen so ungewöhnlich sind. Wir setzten nämlich fest, daß die Ehen und die Kinder allen gemeinsam sein müßten, wobei wir die nötigen Vorkehren trafen, damit niemand seine Nachkommen je als die eigenen erkennen, sondern jedermann alle als seine Verwandten ansehen sollte, als Schwestern und Brüder alle diejenigen, die innerhalb der entsprechenden Jahrgänge sind, die früher Geborenen aber als die Eltern und die noch früheren als Vorfahren der Eltern, die später Geborenen dagegen als Kinder und Kindeskinder.

TIMAIOS: Ja, und das ist leicht zu behalten, wie du sagst.

SOKRATES : Nun sollten sie aber doch gleich schon mit möglichst guten Anlagen zur Welt kommen. Wir erinnern uns wohl noch, daß wir deshalb sagten, die männlichen und weiblichen Regenten müßten es beim Abschluß der Ehen mit Hilfe gewisser Lose heimlich so einrichten, daß einerseits die Schlechten und andererseits die Guten mit ähnlich gearteten Frauen verbunden werden, ohne daß deswegen zwischen ihnen Streit entsteht, weil sie nämlich den Zufall für die Ursache ihrer Vereinigung halten.

TIMAIOS: Ja, wir erinnern uns.

SOKRATES: Und gewiß auch daran, daß wir sagten, die Kinder der Guten sollten auferzogen, die der Schlechten dagegen heimlich auf die übrige Stadt verteilt werden; wenn sie aber heranwachsen, müsse man sie ständig beobachten und diejenigen, die dazu würdig sind, wieder zurückbringen, die Unwürdigen unter ihnen aber an den Platz der Aufgerückten versetzen.

TIMAIOS: So ist es.

SOKRATES: Nun hätten wir wohl das, was wir gestern behandelt haben, in seinen Hauptzügen wieder durchgangen. Oder fehlt uns noch etwas von unseren Reden, lieber Timaios, was wir ausgelassen haben ?

TIMAIOS: Durchaus nicht; sondern gerade das war der Inhalt unseres Gesprächs, Sokrates.

SOKRATES: So hört denn nun, wie es mir mit der Stadt, die wir beschrieben haben, ergangen ist. Es widerfährt mir dabei etwa dasselbe, wie wenn jemand…

Die Interpretation folgt im nächsten Teil!

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