Verfasst von: jesusandyou | Juni 23, 2010

Bibelkritisierer Eugen Drewermann wird 70

Jesusandyou’s Blog: Ich kann die Art wie Eugen Drewermann die Bibel kritisiert und fast alle Wunder von Jesus als Placebo-Effekt verunglimpft und damit die Köpfe der jungen Leute verdirbt, nicht ausstehen. Er mag die Bibel als eine Art Märchenbuch ansehen, ich jedenfalls tue das nicht. Drewermann macht sich mitschuldig, dass soviele Menschen ihren Glauben verlieren. Dennoch ist sein 70. Geburtstag eine Nachricht wert… Und ein bißchen Humor besitze ich auch…


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Im Netz kursieren, dann einige Witze:

Der Papst, Kardinal Lehmann und Eugen Drewermann kommen in den Himmel. Jeder bekommt zunächst eine Audienz bei Gott. Nach einer Stunde kommt Lehmann heraus, total geknickt: “Alles falsch gemacht.” Nach zwei Stunden kommt dann der Papst heraus: “Alles falsch gemacht.” Nach drei Stunden mit Drewermann kommt Gott heraus: “Alles falsch gemacht.”

Jesus, Benedikt XVI. und Eugen Drewermann sitzen in einem Boot auf einem See. Der Papst führt die ganze Zeit laute Selbstgespräche, so dass es Jesus bald zuviel wird. Er steigt aus dem Boot, wandelt über das Wasser und setzt sich an das nahe gelegene Ufer.
Drewermann will zunächst nicht ebenso unhöflich sein, aber nach ein paar Minuten wird es auch ihm zu nervig, er steigt auch aus dem Boot, wandelt über das Wasser und gesellt sich zu Jesus.
Nach einer Weile hält der Papst inne, merkt, dass er alleine ist, schaut sich um und sieht die beiden dort sitzen.
Er steigt aus dem Boot, geht unter und ertrinkt.
Aufgebracht sagt Jesus: „Eugen! Wir hätten ihm zeigen müssen, wo die Pfähle stehen!“
Drewermann lächelt nur und entgegnet: „Jesus…welche Pfähle?“

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Artikel von der TZ:

Sturkopf

An Eugen Drewermann scheiden sich die Geister auf dem postmodernen Orientierungsmarkt. Zum 70. Geburtstag des Theologen und Psychoanalytikers.

Berüchtigt sind seine Pullis, die an härenes Büßerkleid erinnern, sein sanfter Singsang coram publico. Er lebt zwar im Trubel von Paderborn, aber ohne Auto, Telefon, Computer, was ihn nicht hinderte, mehr Bücher zu veröffentlichen, als er Jahre zählt. Der Bergmannssohn hatte zunächst Theologie und Tiefenpsychologie studiert; auf seine Habilitationsschrift „Strukturen des Bösen“ (1978) folgte die Psycho-Deutung Grimmscher Märchen „Das Mädchen ohne Hände“ (1981) und eine dreibändige Studie „Psychoanalyse und Moraltheologie“ (1984). Der Dogmen-Umdeuter verliert seine Lehrerlaubnis (1991) und Predigtbefugnis (1992), wird als Priester suspendiert. An seinem 65. Geburtstag verlässt er die katholische Kirche, was er ein halbes Jahr später, Weihnachten 2005, in „Menschen bei Maischberger“ urbi und orbi annonciert. Titel der Sendung: „Schluss mit lustig?“ Übrigens ist er Vegetarier.

An Eugen Drewermann scheiden sich die Geister auf dem postmodernen Orientierungsmarkt. Für Fans seiner Bestseller und Vorträge ist er Berater, Reformator, asketischer Prophet. Seine auf C. G. Jung fixierte Interpretation der Erlösungslehre Jesu vermittelt denen, deren Leben er verändert hat, „Angstfreiheit“. Seine Attacken auf Sexuallehren, die den Menschen aufspalten, um ihn zu beherrschen, seine Kapitalismus-Geißelung und Öko-Plädoyers bestätigen den Common Sense politischer Korrektheit: Was wir alle irgendwie ahnen und ändern müssten, aber nicht wagen, ernsthaft umzusetzen.

Diesen Affirmationsansatz, der dem schlechten Kleinbürger-Gewissen Unbequemheit nur suggeriere, tatsächlich aber Kanten des Evangeliums weichspüle, kritisieren Kritiker des Kritikers. Tatsächlich schrumpft Drewermann das dialogisch, trialogisch konzipierte Christentum auf eine Therapie zur individuellen Selbstverwirklichung. Interessant wirken interdisziplinäre Ausflüge, wenn er aus neurologischer Erkenntnis über millionenfache Synapsen-Rückkopplung zwischen „Oben“ und „Unten“ Postulate für die basisferne Hierarchie ableitet. Das Welterklärungssystem des westfälischen Dickschädels verarbeitet allerlei Wissen zu spirituellem Unbehagen an der Zivilisation. Als Guru bedient er den „Käßmann-Effekt“, Sehnsucht nach symbolisch gefühlter Glaubwürdigkeit. „In vier bis fünf Milliarden Jahren“, hat er 2008 gesagt, „lässt sich jede Art von Utopie auf dieser Erde noch mal denken“. Heute feiert er den Siebzigsten. Thomas Lackmann

http://www.tagesspiegel.de/kultur/sturkopf/1863456.html

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Responses

  1. Stimmt, Drewermann ist mitschuldig daran, daß viele zutiefst Abergläubige zu wenigstens einigermaßen nicht gänzlich unaufgeklärten Gläubigen wurden, mehr kann man eigentlich auch nicht erwarten.

    Was die Kleidung betrifft: Bei Drewermann kann man erleben, daß es halt nicht auf Äußerlichkeiten ankommt. Man schaue sich einen ganz normalen Wohlstandschristen an, der zwar ein paar Phrasen aus der Bibel nachbeten kann, aber sonst ausschließlich darauf achtet, daß sein Glauben zu keinerlei wirklicher geistiger Herausforderung wird.

    „Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht.“ – Albert Schweitzer

  2. Hallo Herr Volker Brokop,

    Danke für Ihren Kommentar.

    Aber was bleibt von Jesus noch übrig, nachdem Herr Drewermann ihn durch- und durchseziert hat, sozusagen die Außerlichkeiten auseinander gepflückt hat?

    Jungfrauengeburt hält er für falsch, Sakramente lehnt er ab, Auferstehung hält er für ein Märchen, Wunder sowieso.

    Seine Aussage über Jesu Todesabsicht sagt nichts über Jesus sondern eher über Drewermann: „Er sah in seinem Tod überhaupt keinen Sinn. Er wollte nicht sterben. “

    oder hier wieder eine total typische Desinformationsaussage à la Drewermann:

    „Nicht bei unwichtigen, sondern gerade bei den wichtigsten Passagen des Neuen Testaments müssen wir feststellen, daß es sich um Legenden, um Symbole, um Mythen handelt. Das gilt insbesondere für die Darstellung von Jesu Geburt, Tod, Auferstehung, Himmelfahrt. All dies können wir nicht als unmodernes Beiwerk beiseite schieben, wie es die Entmythologisierer versuchen.“

    Wenn er sich als Atheisten outen würde, dann sage ich ja nichts. Aber scheinbar will Drewermann nicht so weit gehen…

    Lg
    Khoi

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,56578,00.html

  3. Lieber Volker,

    Aus Drewermann spricht der Naive Rationalist.
    …Der überzeugt ist, daß wahre Prämissen, die Wahrheit logischer Schlüsse garantieren.

    Der Kritische Rationalist hat erkannt, daß erst die, dem Menschen stets unbekannte, vollständige Liste wahrer Prämissen, wahre Schlüsse ergibt.

    Drewermanns Spekulationen sind nach dem Musterbeispiel konstruiert:

    P1 ist wahr: „Die Sonne wandert im Tagesverlauf von Osten nach Westen.“
    P2 ist wahr: „Die Erde ist eine Kugel“.
    Daraus folgt – für Naive Rationalisten zwingend – der Schluss:
    Wahr ist S1: „Die Sonne kreist um die Erde“.

    Die Wirklichkeit jedoch, spottet des Naiven Rationalismus.

    Seit Kopernikus wissen wir:
    Die Erde dreht sich um die eigene Achse – was die Sonne im Osten aufgehen lässt.

    Weil sich Drewermann nicht vorstellen kann, daß SICH GOTT in den Personen des VATERS, des SOHNES JESUS CHRISTUS und des HEILIGEN GEISTES den Menschen wirklich und wahrhaftig offenbart, ist ihm JESUS nichts weiter als ein Mensch den überspannte Evangeliumsschreiber zum SOHN GOTTES gemacht haben.

    Müßig, sich mit Drewermanns Denkirrtümern zu beschäftigen.

    Gruß
    josef

  4. @ Josef: Wann und wo hat Drewermann behauptet, die Sonne würde um die Erde kreisen???

    Wenn Sie an althergabrachten und längst überholten, zutiefst abergläubigen Glaubensvorstellungen festhalten möchten, ist das Ihr Problem, nicht das des Eugen Drewermann oder meines.

    • Hallo, ich gaube es nicht- denn um Glaube geht es nicht, sondern um immer querdenken, offiziell bescheiden in Paderborn wohnend und wo tut er sein Geld hin? Ist es ncht eher so, daß er rachsüchtig handelt, weil er mit anderen Lebensweisheiten nicht zurecht kommt und nun den Aufstand probt, weil er im Leben nicht klar kommt. Mag sein , daß die katholishe Kirche ein Irrtum in sich ist- nur geht es hier um irdische Dinge, nämlich nicht zurecht kommen in der Welt, unfähig, sich in der Arbeitswelt zu behaupten und dann zu sagen, ich will das alles nicht.
      Ich dnek, Drewermann hat schon lange seine finnaziellen Schäfchen im Trockenen und lacht irgendwann über siene Anhänger.

  5. Lieber Volker,

    [quote=Volker]Wann und wo hat Drewermann behauptet, die Sonne würde um die Erde kreisen???[/quote]
    Hab‘ ich das behauptet?
    Nein.
    Ich habe ein M u s t e r gebracht für Drewermanns Denken.

    Drewermanns Aussage…
    „Er [JESUS] sah in seinem Tod überhaupt keinen Sinn. Er wollte nicht sterben. “
    …ist genauso oberflächlich und flachköpfig wie die Aussage, die Sonne kreise um die Erde.

    Es ist offensichtlich, daß Drewermann nicht willens ist die Evangelien zur Kenntnis zu nehmen.
    Sonst müsste ihm bekannt sein, was JESUS in Johannes 10,10-12 verkündet:

    ·10 Ein Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen. ICH bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen.

    ·11 ICH bin der gute Hirte. Der gute Hirte läßt sein Leben für die Schafe.

    ·12 Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht – und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie.

    Ist dem Drewermann die Aussage JESU in Johannes 14,6 ein Irrtum?:

    ·6 JESUS spricht zu ihm: ICH bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum VATER denn durch MICH.

    Allen, die es nicht wissen, zur Aufklärung:
    Christen glauben JESUS CHRISTUS – nicht weil SEINE Lehre gedruckt in Evangelienbüchern nachzulesen ist, oder von der Kirche gelehrt wird, sondern weil der HEILIGE GEIST GOTTES die Evangelien als wahr bestätigt.

    Dabei gilt das was JESUS in Johannes 14,16-17 verkündet:

    ·16 Und ICH will den VATER bitten, und ER wird euch einen andern BEISTAND geben, daß ER bei euch sei in Ewigkeit:

    ·17 den GEIST der WAHRHEIT, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht IHN nicht und kennt IHN nicht. Ihr kennt IHN, denn ER bleibt bei euch und wird in euch sein.

    Drewermann soll bitte so ehrlich sein wie (wikipedia->) Gerd Lüdemann, und die Evangelien für gefälschten Humbug erklären.

    Gruß
    josef

  6. Wieso Humbug? Zu Humbug werden die Evangelien nur dann, wenn man sie auf alberne Weise wörtlich nimmt, so wie Sie es offenbar tun.

    Wie es aussieht, haben Sie weder von Drewermann noch von der Bibel irgendetwas verstanden.

    Entweder, Sie gabrauchen Ihr Vernunft, dann sind Sie argumentations- und diskussionsfähig, oder Sie nehmen alles, was in der Bibel steht, wörtlich, dann disqualifizieren Sie sich selber als ernstzunehmenden Diskussionspartner.

  7. Fundamentalismus ist Humbug,
    Eugen Drewermann regt aber zum Denken an.
    Zum tieferen Nachdenken.


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